Suche

Ariadne Pfad:

Inhalt

Palmen, die bei starkem Wind an einer stürmischen Ozeanlandschaft wehen.
Bildrechte: Atlantic Ambiance via Pexels

Tropische Wirbelstürme – die Mega-Stürme der Tropen

Tropische Wirbelstürme gehören zu den heftigsten Wetterextremen überhaupt und können ganze Landschaften und Städte verwüsten. Je nach Region heißen sie unterschiedlich: Im Atlantik und Nordost-Pazifik Hurrikane, im Nordwest-Pazifik Taifune und im Indischen Ozean und Südpazifik Zyklone.

Verbreitung, Stärke und Namen tropischer Wirbelstürme. Gelb bis rot: schwache bis starke tropische Wirbelstürme, blau: Vorläufer (TD - Tropical Depression: Tropische Tiefdruckgebiete) und tropische Wirbelstürme (TS - Tropical Storms).
Verbreitung, Stärke und Namen tropischer Wirbelstürme. Gelb bis rot: schwache bis starke tropische Wirbelstürme, blau: Vorläufer (TD - Tropical Depression: Tropische Tiefdruckgebiete) und tropische Wirbelstürme (TS - Tropical Storms). | Bildrechte: NASA Earth Oberservatory (2006): Historic Tropical Cyclone Tracks, CC0

Wie sie entstehen

Tropische Wirbelstürme bilden sich über Meerwasser ab 26 °C. Warmes Wasser verdunstet, feuchte Luft steigt auf, kühlt ab und bildet Wolken. Bei der Wolkenbildung wird Energie freigesetzt und treibt den Aufstieg weiter an. Neue Luft strömt nach und gerät durch die Erdrotation in Drehung – ein riesiger Kreisel entsteht. Je wärmer das Wasser, desto stärker der Sturm.

 

Wie sie aufgebaut sind

Tropische Wirbelstürme sehen aus wie ein gewaltiger Zylinder. In der Mitte liegt ein Tiefdruckgebiet. Luft strömt spiralförmig nach innen und dreht sich – auf der Nordhalbkugel gegen, auf der Südhalbkugel mit dem Uhrzeigersinn. Je tiefer der Druck, desto heftiger die Winde.

 

Eyewall und Auge


Hurrikan Ian, aufgenommen vom Satelliten Sentinel-3B, kurz bevor er am 28. September 2022 Südwest-Florida erreichte.
Hurrikan Ian, aufgenommen vom Satelliten Sentinel-3B, kurz bevor er am 28. September 2022 Südwest-Florida erreichte. | Bildrechte: Gemeinfrei / Wikipedia, CC0

Etwa 10–100 km vom Zentrum entfernt tobt die „Eyewall“ mit gewaltigen Gewitterwolken und den stärksten Winden mit über 300 km pro Stunde. Im Auge dagegen herrscht Ruhe: kaum Wolken, deutlich wärmer, fast unheimlich friedlich.

 

Warum tropische Wirbelstürme so gefährlich sind


Tropische Wirbelstürme sind so gefährlich, weil sie gleich mehrere Naturkräfte auf einmal mitbringen:

•    Extrem starke Winde, die Dächer abreißen, Bäume umknicken und ganze Häuser zerstören können.
•    Sintflutartige Regenfälle, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen.
•    Sturmfluten, bei denen das Meer meterhoch an die Küsten gedrückt wird und Städte überflutet werden.


Das macht sie zu einem der heftigsten Wetterextreme überhaupt – sie bedrohen Leben, Natur und ganze Regionen gleichzeitig.

 


In unserem Klimawiki gibt es mehr Infos dazu: 


 

Erstellt am 05.10.2026, zuletzt geändert am 21.10.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Anja Hermans und Dieter Kasang für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

Auch interessant

Inhalt auf sozialen Plattformen teilen (nur vorhanden, wenn Javascript eingeschaltet ist)

Teile diese Seite:

Logos vom Deutschen Bildungsserver und dem Innovationsportal

Ein Kooperationsprojekt von: