
Mehr als nur Schlamm: Die Power der Moore
Moore sind auf der Erde selten: Nur etwa 3% der Landfläche sind Moore. Man findet sie vor allem in kalten Regionen wie Kanada oder Sibirien – aber auch in den Tropen, z.B. in Südostasien. Klingt wenig? Ist aber extrem wichtig! Denn Moore sind echte CO₂-Super-Speicher: sie speichern doppelt so viel CO₂ wie alle Wälder der Erde zusammen. Allein in Deutschland steckt in Mooren 1,3 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, auf der ganzen Welt sogar etwa 600 Milliarden Tonnen.
Problem: Wenn Moore zerstört werden
Viele Moore wurden früher trockengelegt, zum Beispiel:
- für die Landwirtschaft
- für die Viehhaltung
- oder um Torf als Brennstoff oder Dünger zu nutzen.
Das Problem: Im Moor liegen abgestorbene Pflanzen im Wasser und bleiben dort quasi „eingefroren“. Wenn das Moor trocken wird, kommt Luft dazu und die Pflanzen beginnen zu verrotten. Dabei werden riesige Mengen CO₂ freigesetzt – oft aus Pflanzen, die tausende Jahre alt sind.
Weltweit entstehen so jedes Jahr etwa 2 Milliarden Tonnen CO₂ .

Die Lösung: Moore retten!

Dafür werden sie einfach wieder vernässt (also unter Wasser gesetzt).
Dann passiert Folgendes:
- Die Pflanzenreste verrotten viel langsamer.
- Es entsteht nur wenig Methan.
- Die großen CO₂-Emissionen stoppen fast komplett.
Ein Beispiel ist das Himmelmoor bei Hamburg: Das wurde erfolgreich wiedervernässt.
Moore sind zwar selten, aber sie gehören zu den wichtigsten Helfern im Kampf gegen den Klimawandel.
Hier gibt es mehr Infos und die Quellen:
- Heinrich Böll Stiftung u.a. (2023): Der Mooratlas 2023
- Klimawiki: Moore im Klimawandel
Erstellt am 23.07.2026, zuletzt geändert am 28.07.2026
Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Dieter Kasang und Anja Hermans für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.Auch interessant
Bildrechte: James Anderson / WRI / Climate Visuals, CC BY-NC-SA 2.0- Warum wir CO₂ wieder einfangen müssen
