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Eine vernebelte Moorlandschaft.
Bildrechte: Pexels / Pixabay

Mehr als nur Schlamm: Die Power der Moore

Moore sind auf der Erde selten: Nur etwa 3% der Landfläche sind Moore. Man findet sie vor allem in kalten Regionen wie Kanada oder Sibirien – aber auch in den Tropen, z.B. in Südostasien. Klingt wenig? Ist aber extrem wichtig! Denn Moore sind echte CO₂-Super-Speicher: sie speichern doppelt so viel CO₂ wie alle Wälder der Erde zusammen. Allein in Deutschland steckt in Mooren 1,3 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, auf der ganzen Welt sogar etwa 600 Milliarden Tonnen.

 

Problem: Wenn Moore zerstört werden

Viele Moore wurden früher trockengelegt, zum Beispiel:

  • für die Landwirtschaft
  • für die Viehhaltung
  • oder um Torf als Brennstoff oder Dünger zu nutzen.

Das Problem: Im Moor liegen abgestorbene Pflanzen im Wasser und bleiben dort quasi „eingefroren“. Wenn das Moor trocken wird, kommt Luft dazu und die Pflanzen beginnen zu verrotten. Dabei werden riesige Mengen CO₂ freigesetzt – oft aus Pflanzen, die tausende Jahre alt sind. 

Weltweit entstehen so jedes Jahr etwa 2 Milliarden Tonnen CO₂ . 

 

Die Grafik zeigt, wie naturnahe Moore in Acker- und Weideland umgewandelt werden.
Umwandlung von naturnahen Mooren in Acker- und Weideland. Die Zahlen in den Kreisen geben die Treibhausgasemissionen an. Beim naturnahen Moor handelt es sich vor allem um Methan, bei Acker- und Grünland um CO2. | Bildrechte: Heinrich Böll Stiftung u.a. (2023): Der Mooratlas 2023, CC BY 4.0
 

Die Lösung: Moore retten!

 

Das Foto zeigt das Himmelmoor: ein wiedervernässtes Moor bei Hamburg.
Bildrechte: D. Kasang, Feb. 2021, CC BY-SA 4.0
Die gute Nachricht: Man kann Moore wiederherstellen.

Dafür werden sie einfach wieder vernässt (also unter Wasser gesetzt).

Dann passiert Folgendes:

  • Die Pflanzenreste verrotten viel langsamer.
  • Es entsteht nur wenig Methan.
  • Die großen CO₂-Emissionen stoppen fast komplett.

Ein Beispiel ist das Himmelmoor bei Hamburg: Das wurde erfolgreich wiedervernässt.

Moore sind zwar selten, aber sie gehören zu den wichtigsten Helfern im Kampf gegen den Klimawandel.

 


 Hier gibt es mehr Infos und die Quellen:


 

Erstellt am 23.07.2026, zuletzt geändert am 28.07.2026
Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Text steht unter der CC BY-SA 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Dieter Kasang und Anja Hermans für klima2know. Für Bilder, Videos und andere Elemente gelten die jeweiligen Angaben.

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